Immobilien-Investition

Kaufnebenkosten &
Finanzierung richtig
einplanen

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der nötigen Investition. Wer Kaufnebenkosten und Finanzierungsstruktur unterschätzt, kalkuliert sich schnell in die roten Zahlen.

Simon Stark · Aktualisiert 03. Juli 2026 · ca. 6 Min. Lesezeit

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Woraus sie sich zusammensetzen

In Deutschland liegen die Kaufnebenkosten je nach Bundesland zwischen 7,5 % und 15 % des Kaufpreises. Sie setzen sich zusammen aus:

  • Grunderwerbsteuer: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (u. a. NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein), je nach Bundesland.
  • Notarkosten: ca. 1,0 bis 1,5 % des Kaufpreises für die Beurkundung.
  • Grundbuchkosten: ca. 0,5 % für die Eintragung ins Grundbuch.
  • Maklerprovision: je nach Bundesland und Verhandlung, oft zwischen 3 und 7 % zzgl. MwSt.

Diese Kosten fließen nicht in den Immobilienwert selbst, du brauchst sie aber als zusätzliches Kapital zum Kaufpreis, deshalb gehören sie zwingend in die Gesamtinvestitionskosten.


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Was am Ende wirklich finanziert werden muss

Gesamtinvestition = Kaufpreis + Kaufnebenkosten + ggf. Renovierungskosten Diese Summe, nicht der reine Kaufpreis, ist die Basis für die Finanzierungs- und Eigenkapitalplanung.

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Das Annuitätendarlehen verstehen

Die meisten Immobilienfinanzierungen laufen über ein Annuitätendarlehen: Du zahlst über die gesamte Laufzeit eine konstante monatliche Rate, die sich aus Zins- und Tilgungsanteil zusammensetzt. Zu Beginn ist der Zinsanteil hoch und der Tilgungsanteil niedrig, mit der Zeit dreht sich dieses Verhältnis um, weil sich die Restschuld verringert.

Wie viel Eigenkapital du einbringst, beeinflusst direkt die monatliche Rate und damit den Cashflow. Wie sich Zins, Tilgung und Restschuld über 30 Jahre konkret entwickeln, zeige ich im Artikel 30-Jahres-Prognose: Cashflow, Restschuld und Steuern über die Zeit.


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Was häufig unterschätzt wird

  • Kaufnebenkosten "vergessen": Wer nur den Kaufpreis finanziert plant, hat am Ende eine ungeplante Finanzierungslücke von 7,5 bis 15 %.
  • Bewirtschaftungskosten zu niedrig ansetzen: Instandhaltungsrücklage und Mietausfallwagnis werden oft optimistisch statt realistisch kalkuliert.
  • Volltilgung bis Rentenbeginn ignorieren: Wer die Tilgung zu niedrig ansetzt, hat bei Renteneintritt noch eine hohe Restschuld offen.

Gesamtinvestition & Finanzierung durchrechnen

Kaufpreis, Kaufnebenkosten und Finanzierungsparameter eingeben und den Eigenkapitalbedarf automatisch berechnen lassen.

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