| Jahr | Alter | Portfolio | Eingezahlt | Renditegewinn | Real (inflationsber.) | Status |
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Financial Independence Retire Early
Simuliere Sparphase, Entnahme und Pleiterisiko mit einer Monte-Carlo-Simulation.
| Jahr | Alter | Portfolio | Eingezahlt | Renditegewinn | Real (inflationsber.) | Status |
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| Bruttogewinn (Endkapital − Einzahlungen) | – |
| − Teilfreistellung 30 % | – |
| − Sparerpauschbetrag | – |
| = Steuerpflichtiger Gewinn | – |
| Abgeltungssteuer (25 %) | – |
| Solidaritätszuschlag (5,5 %) | – |
| Kirchensteuer 0 % | – |
| Gesamte Steuerlast | – |
| = Netto-Gewinn nach Steuern | – |
| Netto-Kapital (Endkapital − Steuer) | – |
Der Rechner bildet deinen kompletten Weg von heute bis zum Lebensende ab. Er teilt sich in drei Abschnitte. In der Sparphase baust du mit monatlicher Sparrate und Zinseszins Vermögen auf. Am FIRE-Zeitpunkt hast du dein Zielkapital erreicht und hörst auf zu arbeiten. In der Entnahmephase lebst du vom Portfolio bis zur Lebenserwartung.
Änderungen an Reglern und Eingabefeldern aktualisieren Charts, Tabelle, Steuerlast und Wahrscheinlichkeiten sofort. Werte kannst du auch anklicken und direkt eingeben.
Dein Kapital wächst Monat für Monat. Jeden Monat wird die Sparrate hinzugefügt und das gesamte Portfolio mit einem Zwölftel der Jahresrendite verzinst. Dieser monatliche Aufschlag auf einen wachsenden Bestand ist der Zinseszinseffekt, der einen großen Teil deines Endvermögens ausmacht.
Die erwartete Rendite ist eine Brutto-Annahme. Davon ziehe ich die ETF-Kosten (TER) ab, denn jede Gebühr mindert die Rendite. Die Inflation rechne ich getrennt heraus, damit du die reale Kaufkraft siehst, also den Wert deines Vermögens in heutigen Euro.
Deine gewünschte Entnahme gibst du in heutiger Kaufkraft an. Damit du diese Kaufkraft im Ruhestand behältst, wird der Betrag bis zum FIRE-Zeitpunkt mit der Inflation hochgerechnet. Aus 2.500 € heute werden bei 2 % über 25 Jahre rund 4.100 € pro Monat zum Renteneintritt. Dein Zielkapital ergibt sich aus dieser aufgezinsten Jahresentnahme und deiner Entnahmerate.
FIRE-Ziel = Jahresentnahme (bei FIRE) ÷ EntnahmerateBei der klassischen 4-%-Regel entspricht das dem 25-Fachen deiner Jahresausgaben. Sie geht auf die Trinity-Studie zurück und wurde für historische Zeiträume von rund 30 Jahren untersucht. Du kannst die Rate selbst verstellen. Eine höhere Rate senkt das nötige Kapital. Eine niedrigere Rate ist konservativer, kostet dafür aber mehr Ansparzeit. Das Pleiterisiko hängt von deiner gewünschten Entnahme ab, nicht von der Rate allein.
Der Ring und der Zielbalken zeigen dein projiziertes Kapital im Verhältnis zum Ziel. Liegt das Kapital über dem Ziel, wandert die Zielflagge nach innen. Sie zeigt die Lage des Zielwerts im Verhältnis zum erreichten Kapital.
Der Vermögens-Multiplikator zeigt, wie oft sich dein eingezahltes Geld vervielfacht hat. Er entspricht dem Endkapital geteilt durch die Summe aller Einzahlungen und zeigt den Einfluss des Zinseszinses.
Multiplikator = Endkapital ÷ EingezahltesEin Wert von drei bedeutet: Aus jedem eingezahlten Euro sind drei geworden. Die Differenz ist der Renditegewinn.
Ab dem FIRE-Zeitpunkt entnimmst du jährlich den gewünschten Betrag in heutiger Kaufkraft und passt ihn an die Inflation an. So bleibt deine reale Kaufkraft über den Ruhestand konstant. Die Entnahmerate dient als Maßstab für dein Zielkapital; sie bestimmt nicht, wie viel du tatsächlich abhebst.
Der Chart zeigt drei Renditeszenarien gleichzeitig: Optimistisch rechnet zwei Prozentpunkte über deiner Annahme, Realistisch mit deiner Annahme und Pessimistisch zwei darunter. Die Achse ist logarithmisch, damit Beträge über mehrere Größenordnungen vergleichbar bleiben. Wenn ein Portfolio leer ist, endet die Linie an diesem Punkt.
Kapitalerträge werden in Deutschland mit der Abgeltungssteuer von 25 % belastet. Darauf kommen 5,5 % Solidaritätszuschlag und je nach Bundesland und Konfession 8 oder 9 % Kirchensteuer. Zusammen ergibt das einen kombinierten Satz von rund 26,4 bis 27,8 % auf den steuerpflichtigen Gewinn.
Je nach Fondsart bleibt ein Anteil der Erträge steuerfrei. Im Experten-Modus mischst du dein Portfolio aus mehreren Typen und ich versteuere es nach Allokation gewichtet.
Vor der Steuer ziehe ich den jährlichen Sparerpauschbetrag ab. Er liegt bei 1.000 € für Einzelpersonen und 2.000 € für gemeinsam Veranlagte. Der Rechner besteuert den realisierten Gewinn so als würdest du zum FIRE-Zeitpunkt alles verkaufen. Netto-Kapital ist dann dein Endkapital abzüglich dieser Steuerlast.
Die deterministischen Charts zeigen einen glatten Durchschnittsverlauf. Die Renditen schwanken. Deshalb simuliert der Rechner hunderte mögliche Verläufe. In jeder Simulation erhält jedes Jahr eine zufällige Rendite, die um deine erwartete Rendite µ mit der eingestellten Volatilität σ streut.
Der Szenarien-Fächer zeigt diese Pfade über alle Phasen hinweg in realer heutiger Kaufkraft. Jeder Wert ist um die Inflation bereinigt, damit du die Beträge mit heutigen Werten vergleichen kannst. Die dicken Linien sind die Perzentile. P10 ist der pessimistische Rand; nur jeder zehnte Pfad ist schlechter. P50 ist der Median und P90 der optimistische Rand. Die senkrechte Linie markiert deinen FIRE-Übergang. Die reale Darstellung verändert das Pleiterisiko nicht, denn eine leere Kasse bleibt nominal wie real null.
Derselbe Seed liefert dasselbe Ergebnis, daher ändern andere Regler die vorhandenen Pfade nicht. Ein Klick auf den Chart würfelt neu. Mehr Simulationen stabilisieren das Ergebnis, höhere Volatilität spreizt den Fächer.
Ein Pfad gilt als Pleite, wenn das Geld vor dem Lebensende ausgeht. Der Prozentsatz steigt mit einer höheren gewünschten Entnahme, mehr Volatilität und einem längeren Ruhestand. Er sinkt bei höherer Rendite, höherer Sparrate und einem kürzeren Zeitraum.
Die Standardwerte ergeben ein vergleichsweise hohes Risiko. Sieben Prozent sind eine Brutto-Annahme. Nach Inflation, Kosten und dem sogenannten Volatilitäts-Drag bleiben real nur etwa 3,6 % geometrische Rendite. Das liegt kaum über den vier Prozent, die entnommen werden. Viele Pfade scheitern deshalb an einer ungünstigen Reihenfolge der Renditen.
Das ist der Sequence-of-Returns-Effekt. Schlechte Jahre direkt nach dem Ruhestandsbeginn wirken sich besonders stark aus, weil du gleichzeitig Geld entnimmst und Kapital für die Erholung fehlt. Die 4-%-Regel wurde für 30 Jahre und historisch höhere reale Renditen untersucht, nicht für 40 Jahre bei 3,6 % real.
Hinweis: Dieser Rechner ist ein Bildungswerkzeug und keine Steuer- oder Anlageberatung. Alle Werte sind Modellannahmen. Reale Renditen, Steuern und Gesetze ändern sich. Vergangene Wertentwicklung ist keine Garantie für die Zukunft.